Fremdwasser vermeiden bei Schneeschmelze und Starkregen
Starke Schneefälle in den vergangenen Wochen, nun steigende Temperaturen – die Folge ist eine intensive Schneeschmelze. Große Mengen Oberflächenwasser fließen innerhalb kurzer Zeit ab und belasten die Kanalisation massiv.
Für Betreiber bedeutet das: Fremdwasser im Kanalnetz nimmt sprunghaft zu. Schmelz- und Niederschlagswasser gelangen über Straßenabläufe und Schachtdeckel in die Kanalisation. Pumpwerke stoßen an ihre Grenzen, Kläranlagen müssen unnötige Wassermengen behandeln und Betriebskosten steigen.
Gerade in Tauperioden zeigt sich, wie wichtig es ist, Fremdwasser dauerhaft zu vermeiden und für Extremereignisse vorbereitet zu sein.

Wo entsteht Fremdwasser im Kanalnetz?
Eine nachhaltige Strategie zur Fremdwasservermeidung beginnt mit einer fundierten Gefährdungsanalyse und belastbaren Messdaten.
Wir kombinieren digitale Geländeanalyse mit präzisen Fremdwassermessungen. Mithilfe von GIS Daten, Flurkarten, Orthophotos und digitalen Geländemodellen berechnen wir die Fließwege von Niederschlags und Schmelzwasser. So lassen sich überflutungsgefährdete Bereiche identifizieren und kritische Schächte gezielt lokalisieren.
Ergänzend führen wir strukturierte Fremdwassermessungen im Kanalnetz durch. Durch kontinuierliche Durchflussmessungen, Nachtminimumanalysen sowie die Auswertung von Trockenwetter und Niederschlagsereignissen werden Fremdwasseranteile quantifiziert und eindeutig lokalisiert. Die Kombination aus hydraulischer Modellierung und realen Messdaten ermöglicht eine belastbare Bewertung der tatsächlichen Fremdwasserbelastung.
Die Vorteile:
• Identifikation von Fremdwasser Eintrittsstellen
• Quantifizierung von Fremdwasseranteilen im Kanalnetz
• Priorisierung gefährdeter Schächte und Haltungen
• Entwicklung gezielter Sanierungs und Ableitungsmaßnahmen
• Reduzierung hydraulischer Belastungsspitzen
• Senkung von Betriebskosten durch verminderte Abwasserbehandlung
Oberflächenwasser kann kontrolliert in geeignete Versickerungsflächen geleitet werden, statt unkontrolliert in die Kanalisation einzuströmen. Gleichzeitig liefern Messkampagnen eine objektive Entscheidungsgrundlage für Investitionen und Sanierungsstrategien.
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Wir analysieren Ihre individuelle Gefährdungssituation, führen bei Bedarf belastbare Fremdwassermessungen durch und entwickeln eine maßgeschneiderte Strategie zur nachhaltigen Fremdwasserreduzierung.
Lösungen zur Fremdwasservermeidung im Überblick
Je nach Gefährdungslage kommen unterschiedliche Systeme zum Einsatz. Entscheidend ist die richtige Kombination aus dauerhafter Prävention und schneller Notfallmaßnahme.
Uni-FreWa – automatisches Fremdwasserverschluss-System für Schächte
Das Fremdwasserverschluss-System Uni-FreWa wurde speziell entwickelt, um das Eindringen von Oberflächenwasser über Schachtabdeckungen zu verhindern.
→ Hier mehr erfahren:
Fremdwasserverschluss-System Uni-FreWa
https://shop.unitechnics.de/produkt/fremdwasserverschluss-system-uni-frewa-dn625/
Funktionsweise
- Dauerhaft im Schacht installiert
- Automatische Schließfunktion bei steigendem Wasserstand
- Selbstständige Wiederöffnung nach Entlastung
- Sicherstellung der notwendigen Schachtbelüftung im Normalbetrieb
- Überstauhöhen bis zu 5,0 m möglich (je nach Modell)
Typischer Einsatz
- Regelmäßig überflutete Schächte
- Bereiche mit wiederkehrendem Fremdwasserzufluss
- Präventive Entlastung stark beanspruchter Kanalabschnitte
Uni-FreWa ist die ideale Lösung, wenn Sie Fremdwasser langfristig reduzieren und Betriebskosten nachhaltig senken möchten.
Havarieverschluss-System FRV – Schachtabdichtung im Ernstfall
Bei extremen Belastungen durch Starkregen oder Schneeschmelze kann eine vollständige Abdichtung erforderlich sein.
Das Havarieverschluss-System FRV ermöglicht eine schnelle und sichere Schachtabdichtung im Notfall.
→ Hier mehr erfahren:
Havarieverschluss-System FRV DN625
https://shop.unitechnics.de/produkt/havarieverschluss-system-frv-dn625/
Eigenschaften
- Einbau innerhalb weniger Minuten
- Vollständiger Verschluss des Schachtes
- Überstauhöhen bis zu 5,0 m möglich (je nach Modell)
- Robuste Konstruktion für Hochwasser- und Havariefälle

Praxisbeispiel Hochwasserschutz
Der Zweckverband Grevesmühlen reagierte nach einem Hochwasserereignis 2019 in Redewisch im Ostseebad Boltenhagen mit dem Einsatz von Hochwasser-Verschluss-Systemen von UNITECHNICS.
„Wir haben gesehen, wie schnell alles gehen muss, wenn das Hochwasser kommt. Dann muss man vorbereitet sein und kann nicht erst reagieren, wenn die Situation es verlangt“, so Mathias Peters, Leiter Betrieb beim ZV Grevesmühlen.
Heute werden identifizierte Gefahrenstellen gezielt abgesichert – ein Beispiel für konsequente Hochwasservorsorge und wirksame Fremdwasservermeidung.Ganzheitliche Strategie zur Fremdwasserreduktion
Eine effektive Lösung zur Reduzierung von Fremdwasser im Kanalnetz kombiniert:
- Digitale Gefährdungsanalyse
- Hydraulische Bewertung gefährdeter Bereiche
- Dauerhafte Fremdwasserverschluss-Systeme wie Uni-FreWa
- Notfalllösungen wie das Havarieverschluss-System FRV
Die aktuelle Schneeschmelze zeigt deutlich: Wer frühzeitig handelt, schützt Infrastruktur, reduziert Betriebskosten und erhöht die Versorgungssicherheit.





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